Josef Zierden

LiteraturBüro Eifel e.V.
Erfinder, Leiter, Organisator

Gesicht des Kultursommers
Info

Eifelkreis Bitburg-Prüm
Eifel / Ahr

www.eifel-literatur-festival.de

„Die Christianisierung war vorbei, da begann Josef Zierden mit der Literarisierung der Eifel“ stellte Martin Walser 2008 fest. Sich selbst nennt der Literaturmissionar am „ehesten pragmatisch-nüchtern Organisator, auch mal Leiter oder Gründer, seltenst Rechteinhaber, nie Chef oder Intendant“. Aber all das ist der promovierte Literaturwissenschaftler, der das Eifel-Literatur-Festival erst in Kooperation mit dem Geschichtsverein Prümer Land (1994 bis 2003) und seit 2004 mit dem LiteraturBüro Eifel e.V. konzipiert, organisiert und durchführt. Wie immer in Deutschland musste ein (gemeinnütziger) Verein her, dessen Seele aber der Literaturbegeisterte Zierden ist, der große Autoren - bitteschön - in der kleinen Welt der Eifel haben wollte. Fernab der Metropolen erschuf er mit Charme, Konsequenz und Eifer bis fast zur Besessenheit das bedeutendste Literatur-Festival in Rheinland-Pfalz. Allein 14 Jahre lang dauerte es, bis Günter Grass endlich kam. Eine Sensation. Geschichten kann er über jeden erzählen. Über Herta Müller zum Beispiel, der er auf einer verregneten Autofahrt 2008 vom Maifeld nach Prüm ihren Literaturnobelpreis vorhergesagt hatte. Oder über Walter Kempowski, der jeden Eifelwirt in den Wahnsinn treiben konnte. Das Grundkapital des Erfolges? Der Gastgeber müsse seine Autoren gut kennen und damit wertschätzen. Alice Schwarzer sei förmlich geschockt gewesen ob seiner Werkkenntnis. 2003 war sie da. In‘s Gästebuch schrieb sie: „Prüm – wer hätte das gedacht!“

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LiteraturBüro Eifel e.V. Josef Zierden, Eifel-Literatur-Festival Harald Tittel: Max Moor
Harald Tittel: Max Moor
LiteraturBüro Eifel e.V. Josef Zierden, Eifel-Literatur-Festival Harald Tittel/dpa: Uwe Timm
Harald Tittel/dpa: Uwe Timm
LiteraturBüro Eifel e.V. Josef Zierden, Eifel-Literatur-Festival Harald Tittel: Charlotte Link
Harald Tittel: Charlotte Link

Eifel-Literatur-Festival

Im Anfang war Eifel in der Eifel und ebendort plötzlich ELF

Ein Mekka mit Tausenden Pilgern ist es, das ELF, das Eifel-Literatur-Festival. Neben lit.cologne, Literaturfestival Berlin, Klagenfurt ein MUSS für Literaturliebhaber, wie Ben Schotts Almanach 2007 vermerkt, und das bedeutendste in Rheinland-Pfalz sowieso. Seit 1994 pilgern sie alle zwei Jahre von April bis Oktober in die provinzielle, früher als „preußisch Sibirien“ verschriene Eifel, zum Mekka für Literatur, für die Berühmtesten der Autorenszene, für Nobelpreisträger, Bestsellerlistenstürmer, Kultautoren. Im Schalterraum einer Bank in Prüm fing‘s an. Der nachmalige Herr der Bücher (so Jacques Berndorf), Literatur-Verrückte (so Martin Walser) und damals noch einfacher Dr. Josef Zierden präsentierte dort sein Buch "Die Eifel in der Literatur". Kulturministerin Dr. Rose Götte war Schirmherrin dieses ersten Festivals. Danach stellten im Garten des Ministeriums der Literaturreferent Siegfried Gauch, Kultursommer-Chef Jürgen Hardeck und Josef Zierden die Weichen für ein größeres Festival. Bis heute hat es zwar weder Millionenetat noch hauptamtlichen Apparat und doch: mehr als 100.000 Literatur-Verrückte sahen und hörten seither mehr als 250 Autorinnen und Autoren: Mario Adorf, Iris Berben, Günter Grass, Pater Anselm Grün zehnmal, Elke Heidenreich, Imre Kertesz, Siegfried Lenz, Donna Leon, Daniel Kehlmann, Herta Müller, Nele Neuhaus, Martin Walser … Schade eigentlich, kann man da mit Norbert Blüm, der 2003 beim ELF las, nur noch bedauernd feststellen, „dass Goethe schon tot ist“.

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Kultursommer seit 1994
Eifelkreis Bitburg-Prüm (2010-2018 Veranstalter des Festivals)
Kreissparkasse Bitburg-Prüm, Lotto Rheinland-Pfalz und Westenergie

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