Kultursommer Rheinland-Pfalz

Kultursommer Rheinland-Pfalz

Seit 1992 fördert, unterstützt und bewirbt der Kultursommer Rheinland-Pfalz Kulturprojekte aller Kunstsparten, die zwischen Mai und Oktober in Rheinland-Pfalz stattfinden. Der Kultursommer bringt ein attraktives Kulturangebot nicht nur in die Städte, sondern auch in den ländlichen Raum und an außergewöhnliche Spielorte. Er berät und vernetzt die Freie Kulturszene wie kommunale Veranstalterinnen und Veranstalter und schafft Raum für Begegnungen. Jedes Jahr wird ein neues Kultursommer-Motto ausgeschrieben, das Impulse setzt – für eine lebendige Kulturszene in Rheinland-Pfalz!  

Porträt

Im Frühjahr 1992 rief die Landesregierung Rheinland-Pfalz den Kultursommer zum ersten Mal aus. Er verstand und versteht sich bis heute als eine „Bürgerbewegung für Kultur“, eine Initiative für Veranstalterinnen und Veranstalter, Künstlerinnen und Künstler, Kulturverwalterinnen und –verwalter, die Presse und für alle, die mitarbeiten wollten an der weiteren Entfaltung des Kulturprofils des Landes.

Mit dem Kultursommer Rheinland-Pfalz entstand erstmals ein kulturpolitisches Konzept für ein Flächenland und seine freie Kulturszene. Der Kultursommer fand nicht nur in den großen Theater- und Konzerthäusern statt, sondern in den soziokulturellen Zentren, den Dorfsälen und Bürgerhäusern.  Kommunale Kulturprojekte und Festivals in den Sommermonaten waren ebenfalls von Beginn an ein wesentlicher Bestandteil des Programms. Aber auch die vielen Gesichter des Landes wurden vom Kultursommer in Szene gesetzt: historische Stätten und Orte, die mit der Geschichte des Landes verknüpft sind, Burgen, Schlösser, aber auch leerstehende Fabrikhallen, Industrie- und andere Denkmäler.  kommunale Kunst- und Kulturprojekte wesentlicher Bestandteil des Kultursommerprogramms.

Neben der Vergabe von Projektförderungen versteht sich der Kultursommer als Berater und Vernetzer für die Kulturszene und unterstützt als Dachmarke Veranstalterinnen und Veranstalter bei ihrer Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

Er vereint weit über 200 Projekte der verschiedenen Kultur-Sparten unter einem gemeinsamen Dach. Jedes Jahr wird ein neues Kultursommer-Motto ausgeschrieben, das Impulse setzt – für eine lebendige Kulturszene in Rheinland-Pfalz! Die Saison wird Anfang Mai mit einem Kulturfest in Kooperation mit jährlich wechselnden gastgebenden Städten in Rheinland-Pfalz eröffnet.

In nun 30 Jahren hat sich der Kultursommer zu einer Größe entwickelt, die aus Rheinland-Pfalz nicht mehr wegzudenken ist. Seit 2013 ist der Kultursommer Rheinland-Pfalz Teil der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur.

 

 

Motto

2020/2021 – Kompass Europa – Nordlichter

Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr allen, aber besonders der Kulturszene zugesetzt. Viele Veranstaltungen mussten ausfallen oder verschoben werden, andere konnten nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden – meist mit deutlich weniger Publikum als erhofft und geplant. Deswegen hat der Kultursommer das Motto „Kompass Europa: Nordlichter“ für 2021 erneut ausgeschrieben und möchte so das Versprechen einlösen, mit dem Kultursommer die Kunst, Kultur und Lebensart der Länder Nordeuropas besser kennenzulernen. Der „Kompass Europa“ unterscheidet dabei nicht nach der politischen Zugehörigkeit: Zusätzlich zu den EU-Staaten in Skandinavien und im Baltikum sollen Island und Norwegen berücksichtigt werden. Das Motto bietet die Chance, die Kunst- und Kulturszene nordeuropäischer Länder zu erkunden und neben großen Namen und Klassikern auch (noch) weniger bekannte Künstlerinnen und Künstler zu entdecken.

Cover 2021

Cover 2020

 

2020-2024 “Kompass Europa”

Für die nächsten Jahre wird das Kultursommer-Motto den Obertitel „Kompass Europa“ tragen.

Das Motto „Kompass Europa: Nordlichter“ wird nach 2020 auch in 2021 gelten, um vielen Projekten, die aufgrund der Einschränkungen durch das Corona-Virus in 2020 nicht wie geplant stattfinden können, eine zweite Chance zu geben. Eigentlich sollte der „Kompass Europa“ dann weiter in den Osten wandern – das wird jetzt 2022 geschehen. Da sich einige Kulturschaffende in Rheinland-Pfalz schon darauf vorbereitet hatten, sind Projekte zum Thema Osteuropa als „Appetithappen“ für das Folgejahr auch bereits in 2021 zu erwarten. Zudem ist 2021 ein Jubiläumsjahr für den Kultursommer Rheinland-Pfalz. Vor 30 Jahren wurde er ins Leben gerufen!

Der „Kompass Europa“ wird dann fortgesetzt, aber nicht in der ursprünglichen Reihenfolge: 2023 bleibt es dabei, dass die Kunst und Kultur der Nachbarländer im Westen Europas thematisiert werden soll, denn Rheinland-Pfalz hat in dem Jahr die Ratspräsidentschaft in der Großregion Saar-Lor-Lux inne. Der Süden Europas wird dann erst 2024 im Fokus stehen.

2019 – heimat/en

Es wird wieder so viel über Heimat geschrieben, diskutiert, auch gestritten, sie wird aber auch wieder bewusster gelebt, gefeiert und wieder neu entdeckt.

Der Begriff „Heimat“ wurde für das Kultursommer-Motto bewusst in den etwas ungewohnten Plural gesetzt. Der Heimatbegriff hat viele Facetten und es gibt eben viele verschiedene Heimaten, je nachdem, was ein Mensch als seine Heimat empfindet. So stand auch jedes Projekt im Kultursommer 2019 unter einem ganz eigenen Begriff von Heimat.

Die Kultursommer-Eröffnung fand in Ingelheim statt.

2018 – Industrie-Kultur

Der Blick des Mottos für 2018 fiel auf die letzten 200 Jahre vom Beginn der Industrialisierung bis heute. Es ging zum einen um die Orte der Industriekultur in Rheinland-Pfalz, ihre Geschichte und ihre heutige (oft kulturelle) Nutzung. Denn zahlreiche Kulturzentren, vor allem der Freien Kulturszene, haben sich seit den achtziger Jahren in alten Fabrikgebäuden angesiedelt und auch Gedenkstätten und Museen sind in Industrieanlagen entstanden.

Zum anderen ging es auch um eine inhaltliche Auseinandersetzung: Wie haben die Kreativen der verschiedenen Kunstsparten immer wieder auf die Entwicklungen des modernen Lebens in einer von Technik geprägten Welt reagiert? Und in welchem Verhältnis stehen Industrie und Kultur heute?

Die Eröffnung des Kultursommers wurde in Neuwied gefeiert.

2017 – Epochen und Episoden

Während die Epoche ein längerer Abschnitt der Geschichte ist, der sich durch verbindende Merkmale auszeichnet, bezeichnet die Episode dagegen das Einmalige, Kurzlebige, die Moden. Die Projekte konnten sich unter dem Kultursommer-Motto 2017 also einer bestimmten Epoche besonders widmen oder einer bestimmten Gestalt, deren Werk oder Persönlichkeit große nachhaltige Wirkung hatte.

Anlass für das Motto 2017 war ein doppeltes Jubiläum: 70 Jahre Rheinland-Pfalz und 500 Jahre Reformation! Auch in Rheinland- Pfalz gibt es einige Orte, die in der Geschichte der Reformation eine bedeutende Rolle spielen – zum Beispiel Worms und Speyer. Und auf der Ebernburg in Bad Münster am Stein saß „der letzte Ritter“ Franz von Sickingen, der die junge Reformation nach Kräften unterstützte.

Dort, in Bad Münster und Bad Kreuznach wurde der Kultursommer 2017 offiziell eröffnet.

2016 – Der Sommer unseres Vergnügens!

Ein ganzer Kultursommer für die Komödie, das Kabarett und die Karikatur, für Scherz, Satire und tiefere Bedeutung und um große Jubiläen zu feiern: 100 Jahre DADA und 25 Jahre Kultursommer Rheinland-Pfalz!

Für eine freie Gesellschaft mit demokratischer Kultur sind Karikatur und Selbstironie, Satire und Humor elementar wichtig. 2016 wurde daher all das fröhlich gefeiert, was in fünfundzwanzig Jahren von der Kulturszene im Land in Bewegung gesetzt wurde.

Der Kultursommer wurde 2016 in Germersheim feierlich eröffnet.

2015 – Helden und Legenden

Rheinland-Pfalz ist reich an Geschichte, an Legenden und Sagen und an Helden. Nicht nur die Kulturgeschichte – auch die Gegenwart wimmelt von Helden, von Stars und Superstars, im Kino, in der Literatur, im Comic, im Sport. Brauchen wir heute noch Helden? Bei Legenden kommt es nicht darauf an, ob etwas im historischen Sinne „wahr“ ist, sondern Legenden erzählen von Heiligen und anderen vorbildlichen Menschen.
Wahrheit und Legende – das ist ein Thema, das im Kultursommer 2015 künstlerisch bearbeitet und beantwortet werden sollte.

Die Eröffnung des Kultursommers wurde in Bitburg gefeiert  – pünktlich zum 1.300-jährigen Stadtjubiläum und den damit verbundenen Legenden und Heldengeschichten.

2014 – Mit allen Sinnen

Der Kultursommer richtet sich jedes Jahr an alle Künste, alle Formen, alle Menschen – und 2014 an alle Sinne!

Dieses „barocke“ Thema ließ sich historisch angehen: zahlreiche Zeugnisse der Barockzeit schmücken schließlich auch Rheinland-Pfalz – Schlösser, Palais und Kirchen wurden zu außergewöhnlichen Spielorten für Kultursommer-Projekte!

Gleichzeitig bot das Motto vielfältigste Möglichkeiten für spartenübergreifende Projekte, in denen Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken, Sehen in Kunst- bzw. Kulturprojekten zusammengebracht wurden. Der Kultursommer 2014 sollte sinnlich, besinnlich und manchmal auch ein wenig irrsinnig sein.

Hachenburg war in diesem Jahr gastgebende Stadt für die Eröffnungsveranstaltung.

2013 – Eurovisionen

„Eurovisionen“ war das Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2013. Wie soll ein zukünftiges Europa aussehen? Auf welchen Werten kann es basieren? Auf was lässt sich Europa begründen?

Europas Bürgerinnen und Bürger müssen sich darüber Gedanken machen und natürlich sollte die Kulturszene dabei vorangehen – und auch neue Wege einschlagen.

Die Kultursommer-Eröffnung fand in Lahnstein statt.

2012 – Gott und die Welt

Der Themenkomplex „Kultur und Religion“ stand im Mittelpunkt des 21. Kultursommers Rheinland-Pfalz. Kunst war und ist vom Ursprung her Medium von Meditation, Gebet und Gottesdienst. Deshalb ist Religionsgeschichte zum guten Teil immer auch Kunstgeschichte und umgekehrt. Doch auch die kritische Kunst, die seit der Renaissance in Europa entstand und sich aus der Sphäre der Religion emanzipierte, ringt mit den Sinnfragen und dem Ganzen der Welt. Nicht zuletzt geht es heute um die Begegnung der Religionen in einer immer mehr zusammenwachsenden Welt, um Frieden, um Respekt und Toleranz.

Die Kultursommer-Eröffnung wurde in Frankenthal (Pfalz) gefeiert.

2011 – Natürlich Kultur

2011 feierte der Kultursommer Rheinland-Pfalz seinen 20. Geburtstag!

Ob Kurpark oder englischer Landschaftsgarten, Klostergarten, japanischer Garten, Schlosspark oder Stadtpark – in diesem Jahr wurde die Natur zum Schauplatz vieler Kultursommer-Projekte. Inhaltlich ging es bei diesem Motto nicht zuletzt auch grundsätzlich um das Verhältnis von Natur und Kultur. Natur als das, was nicht vom Menschen geschaffen oder geformt wurde, und Kultur als der Bereich, wo seine Handschrift spürbar wird.

Anlass für das Kultursommer-Motto war die Bundesgartenschau (BUGA) in Koblenz, die sowohl Natur als auch Kultur in Hülle und Fülle präsentierte.

Auch die offizielle Kultursommereröffnung fand im Rahmen der Bundesgartenschau auf der Festung Ehrenbreitstein statt.

2010 – Über Grenzen

Grenzüberschreitungen unterschiedlichster Art standen im Fokus des Kultursommers 2010 und stellten ein sehr assoziatives und vielschichtiges Motto dar.

Ausgangspunkt für künstlerische Auseinandersetzungen konnten sichtbare historische Grenzen sein wie der römische Limes und der Westwall oder die erfreulicherweise immer weniger sichtbaren Grenzen zu den europäischen Nachbarn. Genauso wurden Grenzen von Mundarten und ehemaligen politischen Zugehörigkeiten thematisiert – wie der Fall der Mauer 20 Jahre zuvor. Oder die Grenzen zwischen verschiedenen Kulturen, Nationalitäten und Mentalitäten genauso wie die Frage eines konstruktiven Miteinanders.

Die Kultursommer-Eröffnung fand in Idar-Oberstein statt.

2009 – Cool Britannia!

Die Kulturszene Großbritanniens spiegelt längst nicht nur eine lange Tradition, sondern auch die durch die Commonwealth-Briten geprägte kosmopolitische Kultur der Gegenwart wider. Diese bringt immer wieder Talente und Stars hervor, so dass das Land Shakespeares heute mehr denn je ein cooler „Meltingpot“ geworden ist.

Nachdem im Kultursommer 1995 die USA, 1999 Frankreich und 2004 Italien im Fokus standen, regte der Kultursommer 2009 zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kultur Großbritanniens an.

Die feierliche Eröffnung des Kultursommers fand in Worms statt.

2008 – Arbeitswelten – Lebenswelten

Das Kultursommer-Motto 2008 lud zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit der Arbeits- und Lebenswelt ein. Wie wir leben, wie wir arbeiten – das hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal verändert und beeinflusst die familiären und sozialen Beziehungen. Welche Bedeutung haben Kunst und Kultur bei diesen veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen? Hat sich ihre Bedeutung nicht auch verändert?

Der Kultursommer wurde in Bad Hönningen offiziell eröffnet. 

2007 – Rebellen, Reformer, Revolutionäre

Beim Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2007 ging es um das Verhältnis von Kunst bzw. Kultur und Politik.
Anlass gab unter anderem das sechzigste Jubiläum des Landes Rheinland-Pfalz. Die Region, die heute Rheinland-Pfalz heißt, hat eine ganz außergewöhnlich große Zahl von Menschen hervorgebracht oder zumindest beherbergt, die einem sofort zu diesen drei Begriffen einfallen können, von Karl Marx über Martin Luther (in Worms), den Freiherrn vom Stein aus Nassau an der Lahn oder den Philosophen Ernst Bloch.
Ebenso wurde gefragt nach dem politischen Theater, nach wichtigen politischen Filmen, oder auch nach Literatur oder bildender Kunst, die dezidiert politisch verstanden werden will.

Der Kultursommer wurde in Andernach eröffnet.

2006 – Welt-Meister

In diesem Jahr war ganz Deutschland im WM-Fieber und auch das Kultursommer-Motto ließ sich davon anstecken! Natürlich ging es um originelle Ideen zum Thema Fußball oder Sport im Allgemeinen. Genauso konnten aber auch die „Klassiker“ der Kulturgeschichte als „Welt-Meister“ thematisiert werden. Darunter zählen sowohl weltbekannte Künstlerinnen und Künstler als auch die fiktiven Figuren und Werke, die sie geschaffen haben. Das Motto 2006 bot die Gelegenheit, sich mit dem traditionellen Kanon auseinander zu setzen und sich die Frage zu stellen, wie heute Klassiker und kulturelle Ikonen der Gegenwart entstehen.

In dem rheinland-pfälzischen Austragungsort der WM, der Stadt Kaiserslautern, fand die offizielle Kultursommer-Eröffnung statt.

2005 – Kultur und Wissenschaft

Der Kultursommer Rheinland-Pfalz 2005 stand unter dem Motto “Kultur und Wissenschaft” und beschäftigte sich mit dem wechselseitigen Verhältnis dieser beiden Bereiche in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Ohne die Beiträge der Kultur sind die gesellschaftlichen Umbrüche unserer Zeit nicht zu bewältigen. Diese Umbrüche sind letzten Endes durch die Wissenschaft in unsere Welt gebracht worden, sodass die Stärkung der Wechselbeziehung zwischen Kultur und Wissenschaft Ziel jeder Kulturpolitik sein muss. Kunst und Kultur bilden oft eine moralische Instanz, wobei sie die Wissenschaft nicht verurteilen, sondern den kritischen Blick schärfen und im Sinne der Aufklärung wissenschaftliche Ergebnisse auf gesellschaftliche Folgen hinterfragen.

Die Eröffnung fand in der Universitätsstadt Trier statt.

2004 – Kennst Du das Land …? (Italien)

Das Kultursommer-Motto 2004 bot die Möglichkeit, die alte, reiche und vielfältige Kultur eines europäischen Nachbarlandes besser kennen zu lernen, zu dem offensichtlich gerade wir Deutschen ein besonderes Verhältnis haben.
Die Projekte nahmen die Italien-Sehnsucht der Deutschen genauer unter die Lupe. Was war und ist es, was die Deutschen seit Jahrhunderten gerade an Italien so fasziniert?

Die Eröffnungsveranstaltung fand in der historischen Altstadt von Neustadt an der Weinstraße statt – im Zentrum der Pfalz, der „Toskana Deutschlands“.

2003 – Ein Land – viel(e) Kultur(en)

Migration und Integration sind wichtige Themen der Gegenwart und der nahen Zukunft. Gerade Kunst und Kultur können Brücken bauen, um die Angst vor dem Fremden überwinden zu helfen, können neugierig und aufgeschlossen machen, das Verständnis des Fremden vertiefen und aus Fremden Freunde mache. Aber auch Spannungen, Missverständnisse und Schwierigkeiten konnten im Rahmen der Kultursommer-Projekte durchaus offen thematisiert und konstruktiv behandelt werden.

Der Kultursommer wurde in Neuwied offiziell eröffnet.

2002 – Reise in die Romantik

Im Jahre 1802 reisten Friedrich Wilhelm Schlegel, dann Achim von Arnim und Clemens von Brentano den Mittelrhein entlang. Andere Dichter, Musiker und Maler – und auf ihren Spuren Touristen – folgten. Ihre Berichte über die Schönheit der Landschaft prägten das Bild der “Rheinromantik”.

Aber auch die Romantik anderer Länder, die französische oder auch die englische, war für dieses Motto von großem Interesse, denn “romantisch” war nicht nur der Rhein, “romantisch” waren nicht nur Dicht- und Kunstwerke, romantisch waren auch die damaligen Visionen von einem einigen Europa und das Interesse an der eigenen Vergangenheit und der Weisheit anderer Kulturen.

Die Eröffnungsveranstaltung fand dieses Mal in Bingen/ Rhein statt.

2001 – Der 10. Kultursommer: Stadt, Land, Fluss

Beim Kultursommer-Motto 2001 ging es um das komplexe Verhältnis von Kultur und Natur. Kultur, das meint die Handschrift des Menschen in der Natur, sozusagen seine “zweite Natur”. Doch dieses Verhältnis des Menschen zu seiner Natur war immer schon ein wechselseitiges: ist es auf der einen Seite von Liebe und Fürsorge geprägt, bestimmen auf der anderen Seite Ängste vor Ausbeutung und Zerstörung die Beziehung. Die Spannungsbögen zwischen Stadt und Land, Mensch und Natur, Vergangenem und Zukunftsvisionen bildeten den Schwerpunkt des Kultursommers 2001.

Eröffnet wurde der Kultursommer in Pirmasens.

2000 – Muse, Mensch, Maschine

Die EXPO 2000 in Hannover mit ihrem Motto “Mensch-Natur-Technik” und das Gutenbergjahr in Mainz waren Anlass für das Kultursommer-Motto. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen Technik und Kunst haben sich im Laufe der Geschichte vielfach gewandelt. Sie reichen von krasser Gegenüberstellung bis hin zur Identifikation und einem gemeinsamen Ausdruck für kreatives Tun. So haben sich schon immer Kunst und Technik gegenseitig beeinflusst: seit Anbeginn menschlicher Kulturgeschichte tragen technische Mittel zur Entstehung von Kunstwerken bei und umgekehrt: Künstler regen immer wieder zu technischen Innovationen an und nehmen technische Entwicklungen vorweg.

Die Kultursommer-Eröffnung fand in Mayen statt.

1999 – Rendezvous mit Frankreich

Der Kultursommer 1999 hatte sich zum Ziel gesetzt, die Kenntnisse der französischen Kultur auf deutscher Seite zu vertiefen, die kulturellen Verbindungen zwischen Frankreich und Deutschland zu festigen und damit das gegenseitige Verständnis zu fördern. Was auf politischer Ebene bereits erreicht war, sollte auf der kulturellen ausgebaut werden.

Offiziell eröffnet wurde der Kultursommer in Zweibrücken.

1998 – Jugend auf Kul-Tour

In diesem Jahr rückte erstmals der “junge Kultursommer” in den Mittelpunkt. Die kontinuierliche Nachwuchsförderung war jedoch nur ein Teilaspekt. Auch inhaltlich bewegte sich alles um die Jugend und deren Lebens- und Erfahrungswelt. Darüber hinaus wies “Jugend auf Kul-Tour” auch auf den Bewegungs- und Begegnungscharakter von Kultur hin, denn “Kul-Tour” bedeutete auch auf die Reise gehen, Grenzen überschreiten, entdecken, experimentieren und Neuland erschließen – nicht nur für Jugendliche, sondern auch als Anregung an die “Elterngeneration”, den Dialog zu suchen.

Die Kultursommer-Eröffnung fand in Ludwigshafen statt.

1997 – Zukunft hat Vergangenheit – 50 Jahre Rheinland-Pfalz

Der Kultursommer 1997 stand vor allem im Zeichen des Landesjubiläums, denn der 50. Geburtstag war für den Kultursommer ein willkommener Anlass, sich auf die reiche Geschichte und die kulturellen Traditionen des Landes zu besinnen. Ein imaginärer Reiseweg durch die Geschichte führte die Besucher von der Römerzeit bis in die Gegenwart und füllte das Motto mit Leben. Andere Projekte erinnerten an die Rheinromantik oder an die für einige rheinland-pfälzische Regionen wichtige Geschichte der Bäder und Badekultur.

Das große Kulturfest zur Eröffnung fand in Speyer statt.

1996 – Kultur und Medien

Der Kultursommer 1996 setzte sich mit dem Verhältnis von Kultur und Medien auseinander. Neue Medien setzen neue kreative Energien frei, machen bisher unmögliches möglich. An der Schwelle zum 21. Jahrhundert und 500 Jahre, nachdem Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern die Welt veränderte, entwickelten sich in den 90er  Jahren neue Medien, die auch neue künstlerische Ausdruckformen ermöglichten.  Mit Computer, Videowall oder Airbrush entstanden faszinierende Kunstwerke. Künstler entwickelten neue Stilformen und tauchten damit ein in neue Dimensionen. Der Kultursommer 1996 lud dazu ein, diese neuen Medienwelten erlebbar zu machen.

Die Kultursommer wurde in Mainz eröffnet.

1995 – Nachbar Amerika

50 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde die deutsch-amerikanische Freundschaft zum Motto des Kultursommers 1995. Aus den ehemaligen Besatzern und Befreiern wurden  Bündnispartner, Nachbarn und Freunde. Mit den Amerikanern kam auch der “American Way of Life”. Ganz gleich, ob Film und Fernsehen, Schnellimbiss, Literatur, Comics, Pop-Musik, Pop-Art oder Musical – die kulturellen Einflüsse sind unverkennbar. Die Kultursommer-Projekte spürten diesen Einflüssen nach und setzten sich künstlerisch damit auseinander.

Die offizielle Kultursommer-Eröffnung fand in Bad Kreuznach statt.

1994 – Begegnung der Künste – Kultur im Dialog

Der Kultursommer setzte sich von Anfang an das Ziel, den Dialog zwischen Künstlern und Publikum, den verschiedenen Kunstsparten und unterschiedlichen Kulturveranstaltern zu fordern und zu fördern. Begegnung und Dialog waren deshalb Themen des Kultursommers 1996 und sind bis heute das Ziel. Gleichzeitig wirbt das Motto für Toleranz und Menschlichkeit.

Die Eröffnung fand in Koblenz statt.

1993 – Europa

Rheinland-Pfalz liegt im Herzen Europas und von der Römerzeit bis heute war das Land Begegnungsstätte für Menschen aus verschiedenen Ländern. 1993 – im Jahr der fallenden Grenzen in Europa – rückte der Kultursommer international ausgerichtete Projekte in den Mittelpunkt. Er lud zu interkulturellen Begegnungen mit Menschen aus allen Nationen ein, die gemeinsam in einem sich bildenden Europa zusammenleben.

Gastgeber für die Eröffnungsveranstaltung war die Stadt Trier.

1992 – kein Motto

Vorhang auf für den neuen Kultursommer Rheinland-Pfalz!  Er bündelte verschiedene Projekte, die es in den Regionen des Landes bereits gab, und ergänzte sie durch neue.

Die Eröffnungsveranstaltung war in der Stadt Kaiserslautern.

Presse & Publikationen

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Presse-Kontakt: Iris Kofoldt
Tel.: 06131 288 38 18
iris.kofoldt@kultursommer.de

Aktuelle Pressemitteilungen des Kultursommers Rheinland-Pfalz

Ein Klick auf das Datum öffnet die Pressemeldung im PDF-Format.

 

2021

PM 6. Juni 2021:
Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturministerin Katharina Binz eröffnen Kultursommer
-> PM der Staatskanzlei (Link)

 

 

 

2020

PM 21. Okt 2020:
2020 – Kein Kultursommer wie sonst

 

PM 9. Sept 2020:
ORGELwochen im Kultursommer 2020 finden statt!
-> Orgelflyer (PDF)

 

PM 3. Sept 2020:
Mit Abstand und Sicherheit in die zweite Saison-Hälfte

 

PM 12. Aug 2020:
30. Kultursommer 2021 – Nordlichter leuchten weiter

 

PM 4. Juni 2020:
Eine Menge los im Kultursommer: digital & mit Abstand

 

PM 18. Mai 2020:
Kultursommer Rheinland-Pfalz: Ein Blick nach vorn!

 

PM 12. Mai 2020:
Live-Kultursommer startet in Bad Kreuznach

 

PM 20. März 2020:
Kultursommer-Eröffnung verschoben

 

PM 10. Feb 2020:
Kultursommer-Eröffnung 2020 in Zweibrücken
-> Flyer Eröffnung (PDF)

 

Informationen und Bildmaterial
zu einzelnen Projekten

Für Informationen und Bildmaterial zu einzelnen Projekten kontaktieren Sie bitte die jeweiligen Veranstalter.